Und was wäre, wenn wir Ihnen sagen würden, dass der Gürtel seine Ursprünge in der prähistorischen Ära hat… Würden Sie das glauben? Man datiert das Auftreten dieses Accessoires zwischen -2100 und -750 vor Christus! Bereits zu dieser Zeit „gürtelten“ Frauen und Männer ihre Taille mit einem Stück Leder, um ihre Kleidung zu halten. Dieses wurde einfach mit einem Knoten geschlossen, ohne Schnalle. Von diesem Moment an entwickelt sich der Gürtel allmählich und wird je nach Epoche mehr oder weniger getragen.
Im Mittelalter beispielsweise ist der Gürtel besonders das Vorrecht der Frauen, um dann später zum Hauptobjekt der Cowboys im Wilden Westen zu werden, die ihn verwenden, um ihre Waffe zu transportieren.
Seit seinem Auftreten wird die Funktion des Gürtels zudem ständig in Frage gestellt; zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und dem Ersten Weltkrieg ist er vor allem ein dekoratives Element der Militäruniform, über seinen praktischen Aspekt hinaus (das Halten der Kleidung). Ja, genau! Indem die Kämpfer ihre Taille mit einem Gürtel schnüren, erwecken sie den Eindruck, stärker zu sein, dank breiterer Schultern und eines schlankeren Oberkörpers. Bis 1920 ist der Gürtel somit rein dekorativ und bestimmten Berufsgruppen vorbehalten; später wird er zum alltäglichen Objekt, das wir kennen, und schwankt zwischen ästhetischem Modeaccessoire und utilitaristischem Gegenstand.